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Methanfund auf dem Mars: Roter Planet ist nicht tot

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image Wie wird das Methan gebildet? Durch geologische oder biologische Prozesse?

Die erste definitive Bestätigung von Methan auf dem Mars zeigt, das der Planet nicht tot ist, doch bleibt die Frage, ob dies im geologischen oder biologischen Sinn ist?

Der Mars ist heute eine kalte und trockene Wüste und verglichen mit unserem Planeten scheint es hier kein Leben zu geben, am unwahrscheinlichsten auf der Oberfläche. Die Atmosphäre ist so dünn, dass flüssiges Wasser sofort verdampfen würde und die Ultraviolette Strahlung der Sonne tut ihr übriges, da der Planet nicht über ein globales Magnetfeld verfügt.

 

Doch da gibt es auch noch eine andere Seite. Ausgetrocknete Flussbetten und Mineralien, die sich definitiv im Wasser gebildet haben zeugen von einer lebensfreundlicheren Vergangenheit.

 

Dass der Mars einmal über große Wasservorkommen verfügt hat und der heutigen Erde nicht unähnlich war, ist inzwischen fast Konsens in der Wissenschaft (und das will wahrlich etwas heißen).

 

„Methan wird in der Marsatmosphäre auf verschiedene Wege schnell zerstört, so das unsere Entdeckung von beträchtlichen Dampffahnen aus Methan in der nördlichen Hemisphäre in 2003 darauf hindeuten, dass irgend ein Prozess dieses Gas frei setzt“ sagt Michael Mumma vom Goddard Space Flight Center der NASA.

 

Methan besteht aus 4 Wasserstoff- und einem Kohlenstoffatom und ist Hauptbestandteil des natürlichen Gases auf der Erde. Insbesondere Astrobiologen interessieren sich hierfür, da es auch beim Verdauungsprozess entsteht und somit ein guter Hinweis für Leben ist. Doch daneben gibt es auch eine ganze Reihe von geologischen Prozessen, bei denen Methan entsteht. So zum Beispiel bei der Oxidierung (rosten) von Eisen.

 

Zwar hat man schon länger über den früheren Methanfund spekuliert, doch das das flüchtige Gas über mehrere Jahre mit erdgebunden Teleskopen wie dem Infrared Telescope Facility oder dem W. M. Keck Teleskop nachgewiesen werden kann, verblüfft dann doch. Ebenso die Menge, denn nicht weniger als 19.000 t konnten nachgewiesen werden, weshalb die NASA das Thema in einer dafür angesetzten Pressekonferenz noch einmal aufgriff.

 

„Im Moment haben wir nicht genug Informationen, um zu sagen, ob es geologisch oder biologisch ist – oder beides – fest steht, es wird auf dem Mars produziert“ so Mumma.

 

Falls bakterielles marsianisches Leben dafür verantwortlich ist, residiert es wahrscheinlich unter der Oberfläche, wo es warm genug ist, das flüssiges Wasser existieren kann, denn nach allem was wir wissen, geht es ohne das kostbare Nass nicht.

 

„Auf der Erde blühen Mikroorganismen selbst 2 – 3 Kilometer unter dem Witwatersrand Basin in Südafrika, wo eine natürliche Radioaktivität Wassermoleküle in molekularen Wasserstoff (H2) und Sauerstoff aufspaltet. Die Organismen nutzen den Wasserstoff als Energie. Es müsste für ähnliche Organismen möglich sein, Milliarden Jahre unter der Permafrostschicht auf dem Mars zu überleben, wo flüssiges Wasser, Strahlung als Energielieferant und Kohlenstoffdioxid Karbon liefert“ sagt Mumma.

 

Das Methan könnte sich unterirdisch sammeln und im Sommer durch Spalten in die Atmosphäre gelangen.

 

„Mikroben die aus Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid Methan produzierten waren die ersten Lebensformen auf der Erde“ merkt Carl Pilcher, Direktor von NASA‘s Astrobiology Institute an.

 

Eine andere Quelle für das Methan könnten aber auch die Marsvulkane sein. Zwar gibt es heute keine Hinweise mehr darauf, dass diese aktiv sind, doch könnte uraltes Methan in „Eiskäfigen“ gefangen gewesen sein und nun entkommen sein.

 

Weitere Beobachtungen sind also notwendig, um zu klären, ob es tatsächlich Leben auf dem Roten Planeten geben könnte.

 

Quelle: NASA

 

 

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