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Braune Zwerge hängen nicht mit Sternen herum

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image Die binären Braunen Zwerge Kelu-1

Braune Zwerge sind wesentlich masseärmer als Sterne aber größer als Planeten, dennoch sind sie schwer zu fassen. Bei einer Untersuchung mit dem Hubble Weltraumteleskop wurden 233 nah gelegene Mehrfachsternensysteme untersucht und nur in zwei Systemen waren Braune Zwerge und normale Sterne zusammen vorhanden.

Braune Zwerge werden auch als „Failed Stars“ bezeichnet und ihre Abwesenheit um sonnenähnliche Sterne wird auch als "brown dwarf desert" tituliert, doch gilt dies nach neusten Erkenntnissen auch für die kleinsten Sterne wie Rote Zwerge, welche der häufigste Sternentyp in der Milchstraße ist. 

„Wir haben keine Braunen Zwerge um kleine rote Sterne, deren Masse gerade über der Wasserstoffverbrennungsgrenze liegt, gefunden. Insbesondere wenn wir die Tatsache berücksichtigen, dass duale Braune Zwerge existieren und das nur die Komponenten von wenigen Zwillingen auf verschiedenen Seiten der Wasserstoffverbrennungsgrenze liegen“ sagt Sergio Dieterich von der Georgia State University in Atlanta. 

Die 233 Systeme wurden im Rahmen des RECONS (Research Consortium on Nearby Stars) Programms untersucht, bei dem in einem Umkreis von 32.6 Lichtjahren (10 Parsecs) die nächsten stellaren Nachbarsterne auf „fehlende“ Mitglieder untersucht wurden. 

Bisher sind nämlich nur 12 Braune Zwerge in unserer Nachbarschaft bekannt, im Gegensatz zu 239 Roten Zwergen, die nur 20 % der Masse unserer Sonne besitzen und nur halb so groß und halb so heiß sind.

 Die Daten die mit Hubble's Near Infrared Camera und dem Multi-Object Spectrometer (NICMOS) gewonnen wurden zeigen deutlich, das Braune Zwerge nicht in der Umgebung von massereichen Sternen existieren. „Falls die Gewichtsbegrenzung der entscheidende Faktor ist, hätten wir mehr Braune Zwerge um kleine rote Sterne als um sonnenähnliche Sterne erwartet“ so Dieterich.  

Doch stimmen die neuen Resultate auch mit einer Studie des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg überein, die zu dem Ergebnis kam, das Braune Zwerge eher mit ihresgleichen abhängen. 

Ob dies wirklich so ist, wird erst die nächste Teleskopgeneration enthüllen können, bei dem auch verstärkt im Infrarotbereich nach versteckten Braunen Zwergen gesucht werden soll.

Quelle: http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2009/01/full/

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