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Tote Sterne verraten die Geschichte von der Geburt von Planeten

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image Künstlerische Darstellung der Asteroidenüberreste um Weiße Zwerge

Beobachtungen mit dem Spitzer Weltraumteleskop enthüllten 6 Weiße Zwerge, welche mit den Überresten von Asteroiden übersät sind. Dies klingt vielleicht trostlos, doch könnte dies Astronomen dabei helfen mehr über die Geburt von Planeten zu erfahren.

Zunächst einmal zeigen die Daten, dass die Bausteine aus denen unsere Erde und unser gesamtes Sonnensystem hervorgegangen sind recht gewöhnlich im Universum sind und das es demnach noch zahlreiche weitere felsige Planeten geben müsste.

"Falls man unsere Asteroiden und felsigen Planeten aufbrechen würde, bekäme man die gleiche Art von Staub, wie wir ihn auch um diese Sterne sehen" sagt Michael Jura von der University of California. "Dies sagt uns, das diese Sterne Asteroiden wie wir auch haben - und deswegen könnten auch felsige Planeten vorhanden sein."

Asteroiden und Planeten formen sich nämlich aus dem gleichen staubigen Material und durch Kollisionen untereinander entstehen so von sandkorngroßen Objekten größere Objekte bis hin zu vollwertigen Planeten.

Bei Weißen Zwergen handelt es sich um ehemals sonnenähnliche Sterne, deren Kernbrennstoff zu Neige gegangen ist. Dabei bläht sich ein Stern zu nächst zu einem Roten Riesen auf und verschluckt alle inneren Planeten, bevor die äußere Hülle abgestreift wird (woraus sich ein anmutiger planetarischer Nebel bildet) und sich aus dem Kernmaterial des Sterns ein abkühlender Weißer Zwerg entsteht.

Manchmal kommt ein Asteroid einem Weißen Zwerg zu nahe und wird von dem Gravitationsfeld des Sternenüberrests auf eine verhängnisvolle Bahn gezogen, bei welcher der Asteroid durch die Gezeitenkräfte des Sterns in Stücke gerissen wird. Ähnlich wie es auch 1994 dem Kometen Shoemaker Levy 9 durch Jupiters Gravitationskräfte ergangen ist, bevor dessen Bruchstücke auf den Planeten stürzten.

Spitzer hat nun diese Überreste von Asteroiden um die Weißen Zwerge mit dem Infrarot Spektrografen aufgespürt und ältere Daten von zwei so genannten "verschmutzten" Weißen Zwergen analysiert.

"Nun haben wir eine größere Auswahl an verschmutzten Weißen Zwergen, und soweit wir wissen, ist dieser Typ nicht sehr selten" so Jura. 

In allen acht Systemen kamen glasartige Silikate Mineralien, ähnlich wie Olivin, vor. "Dies ist ein Hinweis, das das felsige Material um diese Sterne sich ähnlich wie bei uns entwickelt hat" sagt Jura.

Die Spitzer Daten enthüllen außerdem einen Mangel an Kohlenstoff in den Überresten - ähnlich wie die Asteroiden und felsigen Planeten in unserem Sonnensystem, welche auch nur Spuren von Kohlenstoff besitzen.

 

Quelle: http://www.nasa.gov/mission_pages/spitzer/news/spitzer-20090105.html

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