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Neues über die Jets von Enceladus

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Wissenschaftler suchen noch immer nach der Ursache der Geysire auf dem Saturnmond Enceladus und hoffen durch die Cassini Sonde dem Mysterium auf die Spur zu kommen.

Die Geysire sind als große Rauchfahnen aus Wasserdampf und Eispartikeln, die von der Mondoberfläche aufsteigen, sichtbar und bisher ist deren Ursprung unklar. Ferner hält auch die Diskussion an, ob flüssiges Wasser im Monduntergrund an diesem Prozess beteiligt ist.

Zwar haben Wissenschaftler auch Modelle erarbeitet, die ohne das kostbare Nass auskommen, doch wäre flüssiges Wasser auf einem anderen Himmelskörper unseres Sonnensystems eine echte Sensation zumal die anderen Bedingungen auf Enceladus, zumindest unterirdisch, nicht ganz so lebensfeindlich wären. Außerdem würde dies die astrobiologische Sichtweise der eisigen Körper unseres Sonnensystems revolutionieren, auch wenn diese weit entfernt von der Sonne liegen.

Das ursprüngliche Modell, wonach die Jets durch gewaltige Ausbrüche von leicht flüchtigem Eis verursacht werden, wenn Saturns Gezeitenkräfte ein Ventil innerhalb der „Tigerstreifen“ am Südpol des Mondes öffnen, wird durch neuere Daten nicht bestätigt. Zumal die Theorie nur zu funktionieren scheint, wenn Enceladus weit von Saturn entfernt ist.

„Unsere Beobachtungen stimmen nicht mit dem vorhergesagten Timing vom Öffnen und Schließen der Bruchlinien durch die gezeitliche Anspannung und Druck überein“ sagt JPL Wissenschaftler Candice Hansen.

Tatsächlich glauben die Wissenschaftler, dass die neuen Erkenntnisse am besten durch flüssiges Wasser erklärt werden könnte.

Die Wissenschaftler berufen sich dabei auf Experimente aus den Jahren 2005 und 2007 als sie das Sternenlicht durch die Rauchfahnen beobachtet haben und mit dem Spektrometer den Wasserdampfgehalt und dessen Dichte gemessen haben.

Durch die neuen Daten wird auch ein mathematisches Modell aus dem Jahr 2007 unterstützt, wonach nur hohe Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt von Wassereis für den hohen Anteil an Eispartikeln in Enceladus Jets verantwortlich sein können.

Die Quelle flüssigen Wassers auf Enceladus könnte also durchaus mit dem Vostok See unter der Antarktis vergleichbar sein, wo flüssige Wasser unter dem Eis existiert.

Quelle: JPL

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