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Venus Express sucht nach Leben auf der Erde

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Wissenschaftler benutzen die europäische Venus Sonde, um aus der Ferne zu untersuchen, ob auf unseren Planeten Lebenszeichen aufgespürt werden können.

Nun könnte man meinen, dass dies nicht die beste Idee der Wissenschaftler war, da wir bereits wissen das es Leben in Hülle und Fülle auf der Erde gibt (auch wenn man sicher darüber streiten kann ob dies intelligent ist oder nicht), aber tatsächlich könnte dies eine bedeutende neue Ära in der Astronomie einläuten.

Venus Express machte seine ersten Bilder von der Erde mit dem Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer (VIRTIS) schon kurz nach dem Start im November 2005. Und schon damals plädierten Wissenschaftler für eine Fortfährende Beobachtung unseres Blauen Planeten.

„Wenn die Erde in einer guten Position ist, beobachten wir sie zwei bis dreimal in einem Monat“ sagt Giuseppe Picconi. Mittlerweile wurden gut 40 Bilder in einem Zeitraum von 2 Jahren angesammelt und die Bilder decken einen Großteil des elektromagnetischen Spektrums ab, so das die Wissenschaftler nach Signaturen von Molekülen in der Erdatmosphäre suchen können.

Der Nutzen dieser Bilder liegt dabei darin, dass die Erde in den Bildern von Venus Express nur die Größe eines Pixels hat und somit nur ein kleiner Punkt ohne sichtbare Oberflächendetails ist.

„Wir wollen wissen, was wir über die Lebensfreundlichkeit der Erde, basierend auf unseren Beobachtungen, erkennen können. Was auch immer wir erfahren, kann uns beim Studium von anderen Welten helfen“ so David Grinspoon vom Denver Museum of Nature & Science in Colorado.

Seit 1995 wurden bereits über 300 ferne Welten aufgespürt und dank immer ausgefeilterer Methoden und neuer technologischer Fortschritte, werden die aufspürbaren extrasolaren Planeten immer kleiner, so dass bald auch kleine Planeten, wie die Erde in den Fokus der Wissenschaftler rücken und dank der Kepler Mission der NASA und der französisch geführten COROT Mission ist es nur eine Frage der Zeit bis eine zweite Erde entdeckt wird.

Aber eines steht schon fest. Ob ein Planet Leben beherbergen kann oder nicht, ist aus der Ferne schwer ersichtlich. „Wir sehen Wasser und molekularen Sauerstoff in der Erdatmosphäre, aber auch die Venus zeigt uns diese Signaturen. So das das Aufspüren dieser Signaturen nicht genug ist“ so Piccioni.

Stattdessen wollen die Astronomen nach mehr subtileren Signaturen suchen und dabei vor allen nach Lebensformen suchen, welche die Fotosynthese nutzen. „Grüne Planeten sind heller im nahen Infrarotspektrum“ so Grinspoon.

Quelle: ESA

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