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Mysteriöser Magnetar begeistert Forscher

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Mithilfe des Swift Satelliten der NASA gelang es ein mysteriöses Objekt aufzuspüren, das im Gammastrahlen- und Röntgenstrahlenbereich aufblitzte und selbst im sichtbaren Bereich des Elektromagnetischen Spektrums sichtbar war und dann plötzlich wieder verschwand.

Die Geschichte begann am 6. Juni 2007 als plötzlich eine gewaltige Gammastrahlung für weniger als 5 Sekunden vom Swift Satelliten registriert wurde. Doch handelte es sich hierbei keineswegs um einen Gamma Ray Burst, dem Geburtschrei eines Schwarzen Loches aus den Tiefen des Universums, sondern um etwas das sehr viel näher lag.

Sofort leitete Swift die Daten an Astronomen auf der ganzen Welt weiter und innerhalb einer Minute richteten zahlreiche weitere robotische Teleskope ihre Augen auf den besagten Punkt im Sternbild Vulpecula (Füchslein). Da aber nur noch ein Röntgenstrahlglühen aufgezeichnet werden konnte bekam das Objekt die Bezeichnung Swift J195509+261406 (Entdecker und Ort).

Doch während der nächsten 3 Jahre erleuchtete und verdunkelte sich das Objekt immer wieder auch im sichtbaren Licht - und das nicht nur ein- oder zweimal sondern 40-mal. Hinzu kommt, dass das Objekt 11 Tage später wieder blitzte - doch dieses Mal bei Wellenlängen im Infrarotbereich, bevor es ganz verschwand.

„Ich liebe es, wenn Swift eine Entdeckung wie diese ermöglicht“ sagt Neil Gehrels vom Goddard Space Flight Center der NASA. Eigentlich wurde Swift entwickelt um den geheimnisvollen Gamma Ray Bursts auf die Schliche zu kommen, das dieses bizarre Objekt dabei in den Fokus geriet war ehr Zufall.

Die Forscher denken, das es sich bei dem 15.000 Lichtjahre entfernten Objekt um eine besondere Form von Neutronenstern handelt – einem Magnetar. Eigentlich sind Neutronensterne an sich schon seltsam genug. Sie sind sehr massereich, haben aber typischerweise nur einen Durchmesser von 10-12 Kilometern und bestehen aus entarteter Materie. Magnetare hingegen sind noch geheimnisvoller, denn auch wenn Neutronensterne extrem starke Magnetfelder besitzen, verblassen diese doch gegen die ultrastarken Magnetfelder eines Magnetars, die noch hundert Mal stärker sind. Bisher sind aber nur ein Dutzend dieser Objekte bekannt, da sie die meiste Zeit eine Art „Winterschlaf“ halten.

Doch ihre schnelle Rotation gepaart mit der Energie ihrer Magnetfelder sorgt von Zeit zu Zeit für ein „Sternbeben“ bei der durch die aufgestaute Anspannung nicht nur die „Oberfläche“ zerreist sondern auch gewaltige Ausbrüche von Licht und Strahlung auftreten. Erst wenn sich der Stern wieder beruhigt hat, verdunkelt er sich wieder.

Dabei vermutet man, dass sie mit fortschreitenden Alter an Kraft verlieren, doch könnte es sich bei diesen Objekten um eine Art Missing Link handeln.

Quelle: NASA

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