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Opportunity hat Probleme mit dem Roboterarm

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Ein kleiner Motor im Roboterarm des Mars Exploration Rover Opportunity, der schon längere Zeit ärger macht, scheint nun kurz davor zu sein ganz den Geist auf zu geben.

Ingenieure am Jet Propulsion Laboratory der NASA sind damit beschäftigt herauszufinden, warum der Motor, einer der fünf im Roboterarm, am 4. April blockierte, obwohl er weit weniger benutzt wurde als bei früheren Problemen. Außerdem werden die Auswirkungen, welchen Einfluss dies auf die Forschungsarbeit von Opportunity haben könnte, untersucht.

Der  Motor kontrolliert die seitlichen Bewegungen am Schultergelenk des Roboterarms, während die anderen Motoren die auf-und-ab Bewegungen steuern oder für die Beweglichkeit des Ellenbogens oder Handgelenks sorgen. Am Ende des Arms befinden sich 4 Werkzeuge um Felsen und Böden auf ihre Zusammensetzung und Struktur zu untersuchen.

„Selbst im Fall des worst-case Szenario des Motors hat Opportunity immer noch die Möglichkeit einige wissenschaftliche Kontaktarbeiten mit dem Arm zu verrichten“ sagt John Callas Projektmanager für die Zwillingsroboter Spirit und Opportunity. „Das Vehikel ist Vielseitig genug die hochrangigen Untersuchungen im Viktoria Krater fortzuführen und den Krater zu den Meridiani plains wieder zu verlassen.“

Die Performance des Motors in der letzten Woche passt auch zu einem ansteigen des Widerstandes im Stromkreis, was eher auf ein nachlassen der Drähte in der Wicklung deutet, als auf ein mechanisches Problem. Doch weitere Tests sind notwendig um herauszufinden ob dieser erhöhte Widerstand nur zeitweise auftrat und ob dieser mit der Blockierung zusammenhängt.

Doch egal wie die Sache auch ausgeht, Spirit und Opportunity sind ein großer Erfolg für die unbemannte Raumfahrt, denn ursprünglich sollten beide nur 3 Monate aktiv sein, sind inzwischen aber schon 4 Jahre im Jahre Einsatz.

Dabei sind Probleme mit dem genannten Motor nichts neues, denn seit November 2005 verursacht dieser immer wieder Probleme, auch wenn diese zunächst durch eine Erhöhung der Spannung beseitigt werden konnten. Und wenn der Arm nicht gebraucht wurde, verstaute man diese in Ruheposition unter der Front des Roverdecks, doch um den Roboterarm wieder aus dieser Position herauszubekommen, muss dieser Motor zumindest zeitweise funktionieren, da man den Arm ansonsten nicht mehr aus der Ruheposition herausbekommt, weshalb sich das Betreuerteam zuletzt hierauf einstellte, denn das Vertrauen der Ingenieure auf diesen störrischen Motor schwindete zusehends.

Quelle: JPL

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