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Mars Odyssey leitet eine neue Runde in der Suche nach Leben auf dem Mars ein

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Die amerikanische Sonde Mars Odyssey fand Beweise für Salzablagerungen, die auf das Vorhandensein von größeren Mengen von flüssigem Wasser in der Vergangenheit hindeuten und die der Hoffnung nach lebensfreundlichen Bedingungen neue Nahrung geben.

Erst im Februar entdeckte der Mars Exploration Rover Opportunity größere Mengen an Mineralien, die die Bildung von Marsmikroben verhindert haben oder ihnen zumindest das Überleben erschwert haben könnten. Doch nun entdeckte die Mars Odyssey Sonde an 200 verschiedenen Stellen auf der südlichen Hemisphäre die spektralen Charakteristika des Minerals Chlorid, das in vielen Salzen vorkommt.

Die Flächen reichen dabei von einem Quadratkilometer bis hin zu 25 Quadratkilometer. „Es könnte vom Grundwasser kommen und die Oberfläche an wenigen Punkten erreichen“ sagt Mikki Osterloo von der University of Hawaii. „Das Wasser würde verdunsten und mineralische Ablagerungen hinterlassen, welche über die Jahre anwachsen. Die Flächen sind nicht miteinander verbunden, so dass es unwahrscheinlich ist, das es sich um die Überreste eines globalen Ozean handelt.“

Da der Siedepunkt von Wasser vom Luftdruck abhängt, reichen auf dem Mars aufgrund des niedrigen Atmosphärendruckes schon Temperaturen von etwas über 0°C um Wasser verdampfen zu lassen.

Die Wissenschaftler benutzen Odyssey's Thermal Emission Imaging System, welches von der Arizona State University entwickelt und betrieben wird, um Bilder im optischen Bereich und im Infrarotbereich des elektromagnetischen Spektrums zu machen, denn thermische Infrarotbilder sind besonders nützlich um verschiedene Mineralien und Felstypen auf der marsianischen Oberfläche zu identifizieren.

Als man die Bilder auf eine Marskarte übertrug, zeigte sich, dass nur die südlichen Hochebenen betroffen sind, wo sich die meisten antiken Felsen befinden.

„Viele der Ablagerungen liegen in Mulden, zu denen auch Kanäle führen“ sagt Philip Christensen von der Arizona State University. „Dies ist diese Art von Eigenschaft, wie Salzpfannenablagerungen (geologisch) auf der Erde, die beständig über einen längeren Zeitraum durch Wasser geflutet werden.“

Die Wissenschaftler glauben, dass sich diese Ablagerungen vor 3,5 – 3,9 Milliarden Jahren gebildet haben. Dies passt zu vielen weiteren Beweisen, das der Mars vor langer Zeit ein anderes Gesicht als heute hatte, wo heute eine trockene und kalte Wüstenlandschaft vorhanden ist, könnten vor Milliarden von Jahren erdähnliche Bedingungen geherrscht haben. Die Frage ist nur, ob diese Bedingungen lange genug vorhanden waren, um Leben hervorzubringen.

„Bei ihrer Natur, Salzablagerungen deuten auf sehr viel Wasser, welches sich Möglichweise in Becken gesammelt hat, bevor es verdampfte“ so Christensen. Dies ist äußerst wichtig. Für die Entstehung von Leben geht es um das durchhalten in einem Habitat für einige Zeit.“

Und da Salz ein gutes Konservierungsmittel für Organische Materialen ist, hoffen die Wissenschaftler hier fündig zu werden, denn im Labor kann man Bakterien aus Jahrmillionen alten Salzablagerungen wiederaufleben lassen.

Quelle: NASA

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