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HD 189733b: Hubble findet organische Moleküle

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Bereits das Spitzer Weltraumteleskop richtete seine scharfen Infrarotaugen auf HD 189733b und zeichnete eine Karte der Temperaturverteilung auf der „Oberfläche“ des Planeten. Nun nahm auch das Hubble Weltraumteleskop den Exoplaneten unter die Lupe und fand dabei organische Moleküle auf dieser jupitergroßen Welt.

Die Jagd nach extrasolaren Planeten gehört zu den spannendsten Gebieten der modernen Astronomie und dank immer besserer technischer Möglichkeiten und verfeinerter Verfahren wurden schon 277 extrasolare Planeten entdeckt und nicht nur das, auch gelingt es Forschern immer öfter einen Einblick in die Zusammensetzung der Atmosphäre zu erhaschen.

Zwar stehen schon eine ganze Reihe von neuen Teleskopen in den Startlöchern, die unseren wissenschaftlichen Horizont erweitern werden, doch auch das Hubble Weltraumteleskop zeigt trotz seines relativ hohen Alters immer noch was es kann.

Nun wurde das Gas Methan auf einer fernen Welt entdeckt, das auf lebensfreundlichen Planeten als Hinweis auf Lebensformen dienen kann und obendrein eine kontroverse Entdeckung des Spitzer Weltraumteleskop bestätigt, denn Wasser ist definitiv in der Atmosphäre vorhanden wie Mark Swain vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA aus Pasadena sagt.

Die Entdeckungen wurden während intensiver Beobachtungen im Mai 2007 mit Hubble's Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS) gemacht.

Der Planet liegt 63 Lichtjahre von uns im Sternbild Vulpecula (Fuchs) entfernt ist aber sehr wahrscheinlich zu massereich und zu heiß um Lebensformen zu beherbergen, da dieser Planet zur Klasse der „hot Jupiters“ gehört und sehr nah um den Zentralstern kreist, dichter als in unserem Sonnensystem der Planet Merkur.

Die Temperaturen auf diesem Planeten liegen bei fast 1000 Grad Celsius und sind damit hoch genug um Silber zu schmelzen. Doch machen die Ergebnisse Hoffnung auch auf anderen Planeten diese Spuren von Leben zu finden und womöglich auch eine zweite Erde zu entdecken.

Die Beobachtungen wurden gemacht als der Planet an der Vorderseite des Sterns vorbeizog, so dass ein Teil des Sternlichts blockiert wurde, zeitgleich aber das Lichtspektrum um die Fingerabdrücke der Planetenatmosphäre erweitert wurde.

Doch waren die Astronomen von der Menge des Methans überrascht, da konventionelle Modelle von „hot Jupiters“ eigentlich etwas anderes voraus sagten. „Dies zeigt, dass wir bisher nicht wirklich die Atmosphäre von Exoplaneten verstehen“ so Swain.

Anmerkung: Bereits am 16. Februar berichteten wir über diese Entdeckung und haben das Thema noch einmal aufgegriffen, da erst jetzt die offizielle Pressemitteilung mit weiteren Informationen veröffentlicht wurde (Link).

Quelle: Hubble Site

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