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Cassini fliegt durch wasserreiche Dampffahnen

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Die Cassini Sonde flog am 12. März mit über 15 Kilometern pro Sekunde durch die geysirähnlichen Jets des Saturnmonds Enceladus und sammelte so wertvolle Proben. Die Ergebnisse deuten auf einen wasserreichen Ozean oder organische Stoffe innerhalb des Mondes.

Ein Ozean gefangen unter der Eishülle des Mondes wäre natürlich eine Sensation, zwar vermutet man das einige der Galileischen Monde des Jupiter unter ihren Eispanzern einen salzhaltigen Ozean beherbergen, doch das der Saturnmond Enceladus zu diesem elitären Kreis gehört ist recht neu – vor dem Start der Cassini - Huygens Mission hätte wohl niemand damit gerechnet.

Die untersuchten Dampffahnen stammen vom zerklüfteten Südpol des Mondes, wo Geysire Wasserdampf mit fast 400 Metern pro Sekunde hinausstoßen.

Ferner zeigen die Daten das Nord- wie Südpol von Enceladus geologisch einige Gemeinsamkeiten haben und das beide Regionen wesentlich älter als gedacht sind und zudem auch mit zahlreichen Kratern unterschiedlichster Größe gespickt sind.

Die beobachteten Krater befinden sich dabei in unterschiedlichen Stufen der Zersetzung und unterliegen einer ständigen Veränderung durch die tektonische Aktivität des Mondes – wobei auch eine mögliche Erhitzung aus dem Inneren diskutiert wird.

„Diese neuen Bilder zeigen uns in beeindruckenden Details wie sich der Nordpol des Mondes vom Südpol unterscheidet, ein wichtiger Abgleich um die offensichtlich komplexe geologische Geschichte zu verstehen“ sagt Carolyn Porco vom Space Science Institute in Boulder, Colorado. “Und der Erfolg des wagemutigen Vorbeiflugs in niedriger Höhe bringt uns diesen Sommer auf eine sehr dichte Begegnung, wenn wir ungemein detaillierte Bilder der Quellen vom Südpol auf Enceladus Oberfläche bekommen, was uns einen 'next big step'  im Verständnis, wie diese Jets betrieben werden, bringen sollte.“

Während des Vorbeifluges sollten eigentlich zwei Instrumente Daten sammeln zum einen der Cosmic Dust Analyzer und zum anderen das Ion and Neutral Mass Spectrometer, doch verhinderte ein Software Problem des Cosmic Dust Analyzer dessen Einsatz, so dass dieses Instrument nur kurz vor und kurz nach der dichtesten Annäherung Daten aufzeichnete.

Die Forscher interessierten sich neben der Größe, Dichte, Geschwindigkeit und Zusammensetzung auch dafür, ob die Dampffahnen der Ursprung des Partikelhalos um Enceladus sind.

Dies war der erste von vier geplanten Vorbeiflügen dieses Jahr und die Sonde kam dabei dem Mond näher als 50 Kilometer.

Quelle: NASA

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