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Frauen am Steuer - auf dem Mars

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Von der Allgemeinheit wurde nur wenig wahrgenommen, dass der 23. Februar ein besonderer Tag in der Weltraumforschung war. Zum ersten Mal in der Geschichte, leitete ein Team, bestehend nur aus Frauen, eine NASA Mission -- die Mars Exploration Rover Mission.

"Wir waren verantwortlich für Spirits Aktivitäten an diesem Tag", erklärt Barbara Cohen vom Marshall Space Flight Center, die das wissenschaftliche Team leitete. "Es war ein Meilenstein bei der Missionsplanung, ein Team nur aus Frauen bestehend zusammenzubekommen." 

Der Anlass war der "Monat der Geschichte der Frauen" (Women´s History Month) -- März 2008. (Indem wir uns im Februar trafen, "starteten wir etwas früher", sagt Cohen.) Nach einem Beschluss des Kongresses ist März die Zeit, um an die Leistungen und Errungenschaften amerikanischer Frauen zu denken und diese zu feiern. Cohens Team dachte sich, dass ein Frauen "Spirit-Tag" eine würdige Anerkennung wäre.

Cohen und ihre Kolleginnen legten ihren Vorschlag für Spirit mittels einer Telefonkonferenz dar. Überall aus dem Land riefen zwei Dutzend weibliche Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen zur Unterstützung an.

"Hallo, irgendwelche Frauen mit in der Leitung?", fragte Cohen am Anfang der Konferenz.

"Jeder Mann, der heute hier ist, muss ein Ballettröckchen tragen", war die Antwort.

"Lässt die Webcam mich fett aussehen?", scherzte eine andere.

Das Geplänkel war schnell vorbei und das Team begann damit den Plan für den Spirit Tag auszuarbeiten. Derzeit, bemerkt Cohen, "ist Spirit für den Winter in der Hocke und von Staub bedeckt." Das bedeutet aber nicht, dass der Rover nicht beschäftigt werden kann. Mit ein bisschen "weiblicher Genialität", war Sprit am 23. Februar nur durch Beobachtung der Landschaft und der Umgebung in der Lage, wichtige Daten zu sammeln.  

"Während des Winters untersuchen wir, wie sich die Landschaft des Mars mit der Zeit verändert", sagt Cohen. "Dies gibt uns wertvolle Informationen über die Jahreszeiten auf dem Mars."

"Wir untersuchen auch Felsen direkt vor dem Rover. Dies ist wichtig weil, wenn der Rover sich bewegt, zieht er schnell an ihnen vorbei und lässt sie hinter sich. Derzeit können wir einige dieser Felsen bis ins Detail anschauen."

Schließlich "schauen wir uns Dinge an Spirit selber an, wie etwa die Zusammensetzung des Staubs der sich an der Oberfläche sammelt."

Bemerkte Cohen irgendwelche Unterschiede dadurch, dass nur Frauen dabei waren? "Nicht wirklich", sagt sie. "Wir alle arbeiteten in unserer Rolle für einige Zeit, und alle Teammitglieder, männliche und weibliche, sind sehr gut bei dem was sie tun. Wir machten also alle nur unseren Job. Es ist eine große und nette Gruppe, so dass auch das Geplänkel am Anfang eher normal für uns war."

Auch wenn der 23. Februar ein gutes Zeichen für den Fortschritt war, ist dies nicht das Ende der Straße, warnt sie. "Frauen in der Wissenschaft sind immer noch unterrepräsentiert. Es ist ein Zeugnis, wie die Mars Exploration Rover Mission durchgeführt wird, dass wir Frauen mit an Bord brachten und uns alle gut dabei fühlen."

"Jedoch", fügt sie hinzu, "denke ich, dass es heute fast unmöglich ist, ein Team in einem Raumschiff zu haben, bei dem keine Frau dabei ist. Die Arbeit die Frauen an Raumschiffen geleistet haben, heute wie auch schon früher, zeigt uns, dass sie ebenso viel Talent, Wissen und Teamwork mitbringen wie ihre männlichen  Kollegen."

Und bitte keine Scherze über "Frauen am Steuer - auf dem Mars!"

Quelle: Science(at)NASA

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