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Ulysses Mission geht zu Ende

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Das europäisch/amerikanische Gemeinschaftsprojekt zur Beobachtung der Sonnenpole und deren Einfluss auf die umliegende Umgebung, kommt nach 17 Jahren zu einem Ende.

Die Ulysses Sonde hat ihre Lebenserwartung fast um das vierfache Übertroffen und wurde 1990 mit dem Space Shuttle gestartet. Die Ergebnisse der Sonde haben dabei die Sicht der Wissenschaftler auf die Pole der Sonne für immer verändert.

Die Sonde befindet sich auf einer 6-jährigen Umlaufbahn um unser Zentralgestirn und der Bahnradius reicht dabei bis in den Einflussbereich von Jupiter und wieder zurück. Und je weiter sich die Sonde von der Sonne entfernt, desto mehr kühlt sie sich ab. Sollte die Sonde die magische Grenze von 2°C erreichen, wird der Hydrazin-Treibstoff gefrieren und der Antrieb ausfallen.

Eigentlich stellt dies kein großes Problem dar, da die Sonde spezielle Erhitzer an Bord hat, um dies zu verhindern, doch da die Sonde durch den Zerfall von radioaktiven Isotopen angetrieben wird und nun aufgrund des hohen Lebensalters die Energieversorgung ständig sinkt hat das Raumfahrzeug nicht mehr genügend Saft um alle Systeme (Kommunikation, wissenschaftliches Equipment, Erhitzer) gleichzeitig mit einer ausreichenden Energiemenge zu versorgen.

„Wir erwarten, dass einige Teile der Sonde sehr bald die 2°C erreichen“ sagt Richard Marsden Ulysses Project Scientist und Mission Manager der ESA.

Um dieses Problem zu lösen, kam das Projektteam, bestehend aus Mitarbeitern der NASA und ESA, auf die Idee den Transmitter der Sonde zeitweise auszuschalten, da dies immerhin kurzfristig 60 Watt für die anderen lebensnotwendigen Systeme bringen würde. Doch zeigte sich bei den ersten Tests im Januar, dass dieser sich nicht mehr an die Energieversorgung ankoppeln lassen wird und somit die gewonnene Energie nicht umgeleitet werden kann.

Da die Wissenschaftler es für höchst unwahrscheinlich halten das der X-Band Transmitter nochmal sendet, können auch keine weiteren wissenschaftlichen Daten mehr zur Erde gesandt werden und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Antrieb ausfällt.

„Die Entscheidung die Transmitter abzuschalten wurde nicht leichtfertig getroffen. Es war die einzige Möglichkeit die Wissenschaftsmission fortzuführen“ so Marsden.

Quelle: ESA

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