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Organische Moleküle auf einer fremden Welt

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Organische Moleküle, in Form von Methan, wurden zum ersten Mal auf einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen, wie New Scientist berichtet.

Zwar liegt der gigantische Planet zu nah am Stern, als das dieses Methan auf Leben hindeuten könnte, dennoch macht die Entdeckung Hoffnung demnächst auch organische Moleküle auf anderen Planeten zu entdecken, auf denen lebensfreundliche Bedingungen herrschen.

Die Forscher vom Caltech und dem University College London benutzten das Hubble Weltraumteleskop um den gigantischen Planeten HD 189733b zu erforschen, dieser ist noch massereicher als Jupiter und liegt 63 Lichtjahre von uns entfernt.

Die Zusammensetzung der Atmosphäre des Planeten erhielten die Forscher als der Planet an der Vorderseite des Sterns vorbeizog und das normale Lichtspektrum des Sterns um die Bestandteile der äußeren Atmosphäre des Planeten ergänzt wurde.

Ferner bestätigen die Beobachtungen frühere Ergebnisse, in denen auch Wasserdampf entdeckt wurde (siehe HD 189733b: Dunst auf einer fernen Welt). Was die Forscher sehr fasziniert. So sagte Sara Seager vom MIT gegenüber New Scientist: “Gerade das ist überraschend.” Weil HD 189733b zehn Mal näher am Stern liegt als Merkur in unserem Sonnensystem an der Sonne, weswegen die Temperaturen in der Atmosphäre auch 700°C betragen. “Wenn die Temperaturen derart hoch sind, sollte der alles beherrschende Kohlenstoff zu Kohlenstoffmonoxid umgewandelt werden und nicht zu Methan” so Seager.

Deswegen diskutieren die Forscher auch verschiedene Möglichkeiten. So könnte ein bisher kaum verstandener chemischer Prozess verantwortlich sein, möglich ist aber auch, dass das Methan in kühleren Atmosphärenschichten stärker konzentriert ist oder direkt hergestellt wird. Aber es könnte auch sein, das dieser Planet einfach über gewaltige Mengen an Kohlenstoff verfügt, so dass das Methan nur ein Nebenprodukt ist.

Aber zumindest facht dieser Fund die Leidenschaft der Forscher an, denn Wasser in Verbindung mit organischen Molekülen auf einer so extremen Welt sind schon Mal ein vielversprechendes Zeichen.

Anmerkung: Am 20. März 2008 folgte die offizielle Pressemitteilung, die von uns separat in einer News behandelt wurde. (Link)

Quelle: New Scientist

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