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Totale Mondfinsternis

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Am Donnerstagmorgen, dem 21. Februar, wird der Mond über Europa in einen reizvollen Schatten aus Rot und möglicherweise auch Türkis eintauchen. Es ist eine totale Mondfinsternis - die letzte bis zum 21. Dezember 2010 in Deutschland.

Die Sonne geht unter. Der Mond geht auf. Sie gehen nach draußen und schauen in den Himmel. Eine Mondfinsternis beobachten ist so einfach. Maximale Finsternis und maximale Schönheit ereignen sich um 4:01 GMT+1.

Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn der Mond durch den Schatten der Erde fliegt. Sie würden vielleicht erwarten, dass der Mond noch grauer wird als gewöhnlich, aber tatsächlich verwandelt er sich in eine rote Kugel.

Warum Rot? Das ist die Farbe des Erdschattens.

Stellen Sie sich folgendes vor: Die meisten uns vertrauten Schatten sind schwarz oder grau; gehen Sie an einem sonnigen Tag nach draußen und schauen nach Ihrem eigenen Schatten. Der Erdschatten ist anders, weil im Gegensatz zu Ihnen, die Erde eine Atmosphäre besitzt. Die Lagen aus staubiger Luft, die unseren Planeten umschließen, röten das Sonnenlicht und lenken es um. Dies taucht die Dunkelheit hinter der Erde in ein rötliches Licht, ähnlich einem Sonnenuntergang. Der exakte Farbton -- alles von einem hellen Orange bis hin zu einen tiefen Rot ist möglich -- hängt vom unvorhersagbaren Zustand der Atmosphäre zur Zeit der Finsternis ab. "Nur der Schatten weiß es", sagt der Astronom Jack Horkheimer vom Miami Space Transit Planetarium.

Der Durchgang durch den Kernschatten dauert etwa eine Stunde. Die ersten Zeichen von Rot zeigen sich gegen 4:00 und sind die Vorboten einer Welle von kupferfarbenen Tönen, die über die Mondoberfläche rollen und jeden Krater, jeden Berg und jeden Stein umhüllen, nur um gegen 5:00 wieder zu verschwinden. Man benötigt keinen speziellen Filter oder ein besonderes Teleskop, um das spektakuläre Ereignis zu beobachten. Es ist eine helle und gut sichtbare Vorstellung, sichtbar in Städten und auf dem Land gleichermaßen.

Während Sie beobachten, achten Sie auf eine weitere Farbe: Türkis. Beobachter verschiedener Finsternisse berichteten von einem Hauch Türkis, der das Rot während der totalen Phase umklammerte.

"Die blauen und türkisen Schatten an der Kante des Erdschattens waren unglaublich", erinnert sich die Amateurastronomin Eva Seidenfaden aus Trier, die das rechte Bild während der totalen Finsternis am 3-4 März 2007 aufgenommen hat. Dutzende weiterer Fotografien dokumentieren das Phänomen.

Die Quelle für das Türkis ist Ozon. Der Forscher Dr. Richard Keen von der University of Colorado erklärt: "Während einer Mondfinsternis tritt das meiste Licht, das den Mond anleuchtet, durch die obere Stratosphäre, wo es gerötet und gestreut wird. Licht, welches durch die obere Stratosphäre tritt, durchdringt jedoch die Ozonschicht, die rotes Licht absorbiert und das Licht tatsächlich blauer macht." Dies kann man als einen blauen Rand um den roten Kern des Erdschattens sehen, sagt er.

Um das Türkis am 21. Februar einzufangen rät er, "schauen Sie besonders während der ersten und letzten Minuten der totalen Finsternis." Dies wäre um 4:01 sowie um 4:51 herum.

Blutrot, hell Orange, sanft Türkis: es sieht alles schön aus. Markieren Sie den 21. Februar mit lebhaften Farben in Ihrem Kalender.

Anmerkung: Live-Übertragung in hoher Qualität auf Mondfinsternis.net
Wenn das Wetter den Blick auf das Himmelsschauspiel nicht weiträumig versperrt, kann die Mondfinsternis auch live im Internet verfolgt werden. AstroNative Technologies, Eclipse City und Eclipse-Reisen.de präsentieren eine Liveübertragung des Ereignisses, bei der erstmals ein hoch aufgelöstes Bildformat eingesetzt wird, das die übliche Fernsehnorm PAL übertrifft und dem hoch auflösendem Fernsehen (HDTV) vergleichbar ist. Der Sendestandort befindet sich in DREIEICH bei Frankfurt/Main, kann aber je nach Wettersituation kurzfristig an einen anderen Ort verlagert werden. Die Übertragung wird über die Internetseiten www.astronation.eu, www.eclipse-city.com und www.mondfinsternis.net zu sehen sein. Auf www.astronation.eu sind weitere Live-Übertragungen der Mondfinsternis aus MARBURG und anderen Orten vorgesehen. Anschauen kann man die Übertragung mit den gängigen Internet-Browsern; es werden keine Zusatzprogramme (Plug-Ins) benötigt.

Quelle: Science(at)NASA

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