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Deep Impact Sonde geht auf die Jagd nach Exoplaneten

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Die Deep Impact Sonde stand schon einmal im Rampenlicht, als die Sonde im Juli 2005 zunächst einen kleinen Impactor freisetzte, der auf den Kometen Tempel 1 einschlug, während die Muttersonde am Kometen vorbeiflog und das Geschehen beobachtete. Nun soll die Sonde auch bei der Jagd nach extrasolaren Planeten zum Einsatz kommen und eventuell auch einen erdähnlichen Planeten aufspüren.

Missionserweiterungen liegen momentan voll im Trend und für wenig Geld kann eine Sonde, deren Primärmission erfolgreich abgeschlossen worden ist, sich einem neuen Ziel widmen und so einen neuen wissenschaftlichen Beitrag liefern.

Die Deep Impact Sonde soll mit ihrem größten Teleskop fünf Sterne nach verräterischen Anzeichen für extrasolare Planeten absuchen und das alles während die Sonde sich einem weiteren Ziel, den Kometen Hartley 2, nähert. Die Mission firmiert unter den Namen Exposi und wird von den Astronomen Michael A'Hearn von der University of Maryland geleitet.

Bei den fünf Sternen wurden schon extrasolare Planeten, vom Typ „hot Jupiters“, durch die Transitmethode gefunden und die Deep Impact Sonde beobachtet nun diese fünf Sterne um mögliche weitere Planeten indem Augenblick zu erwischen, wenn diese an der Vorderseite des Sterns vorbeiziehen. Dabei soll sich die Sonde auch zu nutze machen das aufgrund des Gesetztes der gegenseitigen Massenanziehung nicht nur die Gravitationskraft des Sterns auf die Planeten in einem Sonnensystem wirkt, sondern ein Planet auch auf den Stern und die anderen Planeten einen Einfluss hat, der je größer ist desto näher sich die Objekte kommen, so dass Änderungen im Orbit oder der Umlaufzeit der bekannten hot Jupiters ein erster Hinweis auf die Existenz weiterer Planeten wäre.

„Wir sind auf der Jagd nach Planeten von der Größe der Erde, die einige unserer naheliegendsten Nachbarsterne umkreisen“ sagt Drake Deming vom Goddard Space Flight Center der NASA. Der Name der Mission leitet sich dabei von den zwei Erweiterungsmissionen ab. Der Suche nach extrasolaren Planeten (Extrasolar Planet Observations and Characterization (Epoch)) und dem Vorbeiflug am Kometen Hartley 2 (Deep Impact Extended Investigation (Dixi)).

Die meisten der über 200 extrasolaren Planeten, die man bisher entdeckt hat, wurden zwar durch indirekte Methoden gefunden, wenn ein Stern etwa durch die Gravitationskräfte eines Planeten ins Wanken gerät, doch haben direkte Methoden wie die Transitmethode einen großen Vorteil. Denn wenn man das Licht eines Sterns analysiert bei dem gerade ein Planet vorbeizieht und dies mit dem gewöhnlichen Sternenlicht vergleicht, erhält man so erste Spuren der Atmosphäre des Planeten.

Quelle: NASA

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