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Zwei ungewöhnliche alte Sterne formen junge Planeten

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Hunderte Millionen Jahre – womöglich sogar Milliarden Jahre – nachdem sich Planeten um zwei ungewöhnliche Sterne geformt haben, begann eine zweite Welle der Planetenentstehung, wie Forscher der University of California herausgefunden haben.

„Dies ist eine neue Klasse von Sternen, eine die uns zeigt, dass die Bedingungen reif sind für eine zweite Generation von Planeten, lange, nachdem sich die Sterne selbst geformt haben“ sagt Carl Melis von der UCLA.

„Falls wir eine Rakete zu einem dieser Sterne nehmen und ihn erforschen würden hätten wir zwei total verschiedene Alter bei den Planeten und den bedeutenden Objekten wie den Asteroiden, das würde Wissenschaftler umhauen“ sagt Professor Benjamin Zuckerman von der UCLA. „Wir sehen Sterne mit einer Eigenschaft, die wir niemals zuvor gesehen haben.“

Bei den Sternen handelt es sich um BP Piscium aus dem Sternbild Fische und um TYCHO 4144 329 2 aus dem Sternbild Ursa Major (Großer Bär).

Diese Sterne haben dabei viele Charakteristika von sehr jungen Sternen, inklusive der schnellen Ansammlung von Gas und einer ausgedehnten protoplanetaren Scheibe aus Gas und Staub, sowie ein Übermaß an Infrarotemissionen und im Fall von BP Piscium auch Jets aus Gas welche ins All hinausgeschossen werden.

„Mit all diesen Charakteristika, die so gut auf junge Sterne passen, hätten wir erwartet, dass unsere beiden Sterne auch jung sind“ so Melis. „Als wir mehr Daten gesammelt haben, wie auch immer, passten die Dinge nicht mehr zusammen.“

So verbrennen zum Beispiel ältere Sterne Lithium, während junge Sterne einen großen Vorrat hiervor haben und die Astronomen fanden heraus, dass die spektroskopische Signatur von Lithium bei BP Piscium 7-mal niedriger ist, als für einen Stern mit seiner Masse, erwartet. Deswegen kann es sich in diesem Fall nicht um einen jungen Stern, sondern nur um einen älteren Stern handeln.

Von der Erde aus betrachtet, erscheinen fast 75 % der Strahlungsenergie von BP Piscium durch den heißen Staub im Infrarotbereich ausgesandt zu werden, während dies bei TYCHO 4144 329 2 immer noch 12% sind. Dies sind aber beides ungewöhnlich hohe Mengen im Vergleich zu anderen Sternen, von denen man weiß, dass sie nicht jung sind.

TYCHO 4144 329 2 umkreist einen Begleitstern, der fast die gleiche Masse wie unsere Sonne hat und es gibt keine Anzeichen dafür das um diesen Stern ebenfalls neue Planeten entstehen.

Um dem Geheimnis dieser Sterne auf die Spur zu kommen, werden boden- als auch weltraumbasierte Teleskope einen weiteren Blick auf sie werfen und obendrein auch nach ähnlichen Sternen Ausschau halten.

Quelle: UCLA

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