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Hubble findet heraus das "Blue Blobs" verwaiste Sternencluster sind

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Die „blauen Klumpen“ haben dabei nichts mit einer Begegnung von Aliens aus einem Science Fiction Film zu tun sondern es handelt sich dabei um einen speziellen Typ von Sternhaufen, die niemals zuvor so detailreich wie mit dem Hubble Weltraumteleskop abgelichtet wurden.

Die Ergebnisse stammen von Forschern der Catholic University of America in Washington D.C. und dem Goddard Space Flight Center der NASA.

Solche „Blue Blobs“ wiegen mehrere tausend Mal mehr als unsere Sonne und sind massereicher als Offene Sternhaufen, welche sich innerhalb von Galaxien befinden, aber enthalten nur einen Bruchteil der Masse eines Globular Star Clusters, die Galaxien umkreisen.

Die verwaisten Sterne gehören dabei nicht zu einer einzelnen Galaxie und innerhalb ihrer Schmelzöfen reichern sie den intergalaktischen Raum mit schweren Elementen an.

Das Rätselhafte an diesen blauen Klumpen ist jedoch ihre Position inmitten dreier miteinander kollidierender Galaxien (M81, M82 und NGC 3077), etwa 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Dies ist nicht der Ort, an dem die Astronomen erwartet hatten einen Sternencluster zu finden – in der Tiefen Ebene des intergalaktischen Raums. „Wir konnten es nicht glauben, die Sterne lagen in der Mitte von nirgendwo“ so Duilia de Mello.

Die „Blue Blobs“ sind dabei zu einer Struktur zusammengeklumpt, die auch als Arp’s Loop bezeichnet wird entlang einer kleinen Brücke aus Gas. Die Gasfäden werden dabei als zu dünn betrachtet um genügend Material angesammelt zu haben um diese Sterne zu bilden, wie Mello anmerkt. Doch das Hubble enthüllt, das diese „Blue Blobs“ das Äquivalent von 5 Orion Nebeln haben.

Das Alter des Haufens wird dabei auf weniger als 200 Millionen Jahre geschätzt und viele Sterne sind sogar jünger als 10 Millionen Jahre, was die blaue Farbe erklärt. Und dies nicht zufälligerweise, denn auch die galaktische Kollision die die Gasbänder zwischen den Galaxien erschaffen hat wird auf etwa 200 Millionen Jahre geschätzt, so dass die Wissenschaftler davon ausgehen, das sich die diffuse Struktur durch Kollisionen von Gaspartikeln geformt hat, wobei anschließende Turbulenzen die lokale Dichte des Gases erhöht haben.

Galaxie Kollisionen waren dabei im frühen Universum nichts Ungewöhnliches, so dass solche „Blue Blobs“ recht gewöhnlich waren. Als diese dann ausgebrannt oder explodiert sind, reicherten sie das interstellare Medium mit den schwereren Elementen des PSE an.

Zusätzliche Radio Observationen durch das Very Large Array in Socorro, New Mexico geben eine detaillierte Karte der intergalaktischen Brücke und enthüllen dichte Gasknoten. Weitere Beobachtungen mit dem 3,5 Meter WIYN Teleskop in Kitt Peak in Arizona zeigen das glühen des Wasserstoffs entlang dieser Brücke im optischen Licht. Wohingegen Beobachtungen mit NASA’s Galaxy Evolution Explorer (GALEX) das Glühen der Knoten im ultravioletten Bereich zeigen, doch erst dank der höheren Auflösung von Hubble’s Advanced Camera for Surveys kamen die Wissenschaftler hinter die Rätsel.

Quelle: Hubble Site

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