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Junger Stern sprießt sehr früh Planeten

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Ein stellares Wunderkind mit der Bezeichnung UX Tau A, welches etwa 450 Lichtjahre von uns entfernt liegt, wurde mithilfe des Spitzer Weltraumteleskop durchleuchtet und dabei entdeckten die Astronomen, dass der sonnenähnliche Stern im Zentrum des Systems, welcher gerade einmal 1 Million Jahre alt ist, wahrscheinlich schon von jungen Planeten umgeben wird.

„Dieses Ergebnis ist erstaunlich, weil wir eine Kluft sehen, die von potenziellen Planeten im umgebenden Staub des Sterns gestaltet wurde. In allen anderen Sternsystemen dieses Alters sehen wir nur eine primordiale Scheibe  - eine Scheibe aus dichtem Staub- ohne irgendwelche Lichtungen“ sagt Catherine Espaillat von der University of Michigan.

Bereits bei vorherigen Beobachtungen wurde der zentrale Stern untersucht, doch erst durch Spitzers Infrarotaugen und insbesondere durch das Infrared Spectrometer Instrument konnten die Astronomen Details der wirbelnden Staubscheibe um den Stern erkennen.

Diese Scheiben sind dabei die Geburtsstätte von Planeten, wo Staubkörner zusammenklumpen und so auf gewaltige Felsen anwachsen, welche wiederum untereinander kollidieren und so auf Planetengröße anwachsen. Dabei agieren anwachsende Planeten wie kosmische Staubsauger und sammeln all das Gas und den Staub auf ihrem Weg auf und kreieren eine Lücke.

Genau diese Lücke wurde von den Astronomen aufgespürt. Sie hat eine gewaltige Ausdehnung von 0,2 bis 56 AU und würde auf unser Sonnensystem bezogen fast von Merkur bis Pluto reichen. Deshalb glauben die Astronomen, dass sich hier mehr als ein Planet gebildet hat.

Und auch wenn schon um andere junge Sterne ähnliche Staubscheiben entdeckt wurden, ist diese doch etwas Besonderes, denn die Kluft in der Scheibe ist zwischen zwei dichten Staubscheiben eingebettet und dies ist nicht nur deshalb interessant, weil man heute annimmt, dass auch die protoplanetare Scheibe, aus der unser Sonnensystem hervorgegangen ist ebenfalls diese Eigenschaft besessen hat, sondern auch, weil bei den meisten beobachteten Scheiben, um den Stern herum kaum Staubteilchen zu finden sind.

Dies ist deshalb besonders erwähnenswert, da so ausgeschlossen wird, dass sich diese Lücke durch einen Photoevaporation genannten Prozess gebildet hat. Dieser tritt auf, wenn Strahlung vom Zentralstern, das umgebene Gas und den Staub erhitzt und diese dadurch verdunstet werden.

„Diese Ergebnisse beeinflussen definitiv die Art wie Astronomen auf die Planetenformation schauen. Spitzers Infrarotspektrometer war in der Lage die Kluft zu sehen, aber zukünftige, noch sensiblere Teleskope könnten auch nach erdähnlichen Planeten um UX Tau A suchen“ so Espaillat.

Quelle: NASA

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