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NASA Orbiter sucht nach möglichen Landestellen

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Der Mars Reconnaissance Orbiter ist der jüngste Sprössling einer ganzen Armada von Raumsonden im Orbit um den Roten Planeten und obwohl die Sonde noch nicht einmal ein Jahr mit ihrer Primärmission beschäftigt ist, hat sie doch schon genügend Daten übertragen, um einen Meilenstein abzuschließen. Nun lichtet sie potenzielle Landeziele für zukünftige Marsmissionen ab.

Das Datenvolumen beträgt mehr als 26 Terabyte, dies entspricht in etwa 5.000 CD-ROMs. Der größte Anteil stammt dabei von zwei der sechs Instrumente, dem High Resolution Imaging Science Experiment und dem Compact Reconnaissance Imaging Spectrometer. Das verantwortliche Team für die Kamera von der University of Arizona veröffentlichte dieser Tage 143 Farbbilder.

Besonders interessant sind die Bilder dabei für Forscher des zukünftigen Mars Science Laboratoy, der nach der gegenwärtigen Planung 2009 starten soll und einen neuen Rover auf die Oberfläche bringen soll, der anders als die aktuelle Generation auch für längere Strecken ausgelegt ist.

„Die Tonmineralien sind besonders aussichtsreich für die Suche nach ehemaligen Leben auf dem Mars“ sagt Alfred S. McEwen, Professor an der University of Arizona und zuständig für die High Resolution Camera.

Gegenwärtig diskutieren die Wissenschaftler 30 mögliche Landestellen. Projektwissenschaftler Ashwin Vasavada sagte dazu:“ Die Wissenschaftler des Mars Science Laboratory müssen sich sehr bald für die eine Stelle entscheiden, wo sie am besten die Umweltbedingungen für Leben auf dem Mars erforschen können oder welche geeignet waren Leben zu unterstützen – keine einfache Aufgabe.“

Die High Resolution Camera des MRO hat mehr als 3.500 hochauflösende Bilder in Schwarz-Weiß gemacht, seitdem die Sonde im November 2006 mit ihrem wissenschaftlichen Betrieb begann. Die Kamera trägt 10 rot Filter Detektoren, zwei blau-grün Filter Detektoren und zehn Infrarotdetektoren.

Die nun veröffentlichten Farbbilder basieren auf diesen Aufnahmen und die Farben sind demnach Falschfarben, d.h. das menschliche Auge würde Vorort diese Gegenden anders wahrnehmen. Die Bilder wurden dahin gehend bearbeitet um einen möglichst großen Kontrast zu erreichen, um die Landschaften besser analysieren zu können.

„Farbdaten liefern eine sehr nützliche Interpretation geologischer Prozesse und der Geschichte des Mars“ so McEwen.

Das Kamerateam entwickelte dabei eine Computersoftware, welche automatisch die Bilder von den verschiedenen Farbfiltern einfärbte.

„Farben identifizieren eindeutig Basismaterialienunterschiede wie Staub, Sand oder Felsen, leicht geschichtetes Material, Frost oder Eis“ so McEwen.

Quelle: NASA

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