Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Astronomen finden eine extrem elliptische Scheibe um jungen Stern

Astronomen finden eine extrem elliptische Scheibe um jungen Stern

Font size: Decrease font Enlarge font

Astronomen benutzten das Hubble Weltraumteleskop und das W. M. Keck Observatory um den jungen Stern HD 15115 zu untersuchen und fanden dabei eine ungewöhnliche protoplanetare Scheibe.

Protoplanetare Scheiben bilden sich aus kleinen Gas- und Staubpartikeln die durch ständige Kollisionen weiter wachsen und mit der Zeit können diese Trümmerscheiben so ganze Planetensysteme bilden. Deshalb haben die Wissenschaftler an solchen Scheiben ein besonderes Interesse und auch wenn sie schon hundertfach beobachtet wurden, ist die Scheibe um HD 15115 doch etwas Besonderes.

Die Astronomen vermuten nämlich, dass das skurrile Aussehen der Scheibe durch Staubpartikel auf ungewöhnlich elliptischen Umlaufbahnen verursacht werden, welche wiederum durch die Anwesenheit von Planeten innerhalb der protoplanetaren Scheiben begründet sind.

Doch sicher sind sich die Beteiligten Wissenschaftler der University of California aus Berkeley nur damit, dass die schiefe Ebene der Scheibe eine große Herausforderung für Theoretiker bildet, wie Paul Kalas anmerkt.

Auf die Idee mit den Planeten in der Scheibe kamen die Wissenschaftler übrigens durch unser eigenes Sonnensystem, denn auch dessen Anfangszeit war alles andere als ruhig und harmonisch. So glauben einige Wissenschaftler das Neptun zum Beispiel zwischen Saturn und Uranus geformt, aufgrund der Gravitationskräfte von Jupiter und Saturn aber nach außen hin geschleudert wurde und einige Monde wie zum Beispiel Triton sind mit großer Wahrscheinlichkeit an einem anderen Ort entstanden, als sie sich heute befinden.

Sicher hingegen sind sich die Wissenschaftler nur darin, dass Jupiter die Bildung eines vollständigen Planeten im Asteroiden Gürtel verhindert hat, auch wenn Ceres lange Zeit als Planet galt.

Deswegen ist die Anwesenheit von Planeten in der protoplanetaren Scheibe wahrscheinlich, da diese leicht verständlich die asymmetrische Scheibe erklären würden.

Aber auch noch anderen Theorien sind möglich, so könnte die ungewöhnliche Form auch durch eine Begegnung mit einem anderen Stern, wie dem nur 10 Lichtjahre entfernten Stern HIP 12545 verursacht worden sein. Zumal beide Sterne zusammen mit 30 weiteren Sonnen zur so genannten Beta Pictoris Moving Group gehören. (Moving Groups sind expandierende Sterncluster, die lose aneinander gebunden sind).

„Diese Scheibe wurde in den HST (Hubble Space Telecope) Daten gesehen, doch ihre Erscheinung war so außergewöhnlich das wir nicht glauben konnten, das sie real ist. Es bedurfte weiterer Observationen mit dem Keck um zu bestätigen das diese Scheibe wirklich existiert“ so Kalas.

Quelle: Hubble Site

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0