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Astronomen messen die Masse des größten Zwergplaneten

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Treffend nach der griechischen Göttin des Streits und der Zwietracht benannt, sorgt der kleine eisige Zwergplanet Eris für einigen Wirbel und erschütterte durch seine Entdeckung sogar unser ganzes Modell vom Sonnensystem.

Das Objekt wurde 2005 von Mike Brown of Caltech im äußeren Bereich unseres Sonnensystems dem so genannten Kuiper Gürtel gefunden und sorgte letztendlich dafür das Pluto vom Thron der Planeten gestoßen wurde und nun nur noch zu den Zwergplaneten zählt, denn Eris ist etwas größer als Pluto. Deswegen vertraten auch die meisten Astronomen die Ansicht das Eris ebenfalls dem vollen Planetenstatus bekommen sollte, doch da in den letzten Jahren zahlreiche Planetoide im äußeren Sonnensystem gefunden worden sind, drohte eine Inflation von Planeten, weshalb sich die IAU auf einem Kongress in Prag im August 2006 dazu entschloss die neue Definition der Zwergplaneten einzuführen und Pluto zu degradieren.

Dies führte zwar in den USA zu einigen Protestaktionen, da Pluto der einzige Planet war der von einem amerikanischen Astronom entdeckt wurde, doch wissenschaftlich gesehen war es die vernünftigste Entscheidung.

Neben Eris und Pluto zählt auch noch der ehemals größte Asteroid „Ceres“, aus dem Asteroiden Gürtel zwischen Mars und Jupiter, zu den Zwergplaneten.

Das Eris größer als Pluto ist war bekannt und auch das er mit Dysnomia (in der griechischen Mythologie die Tochter von Eris) einen Mond besitzt, der nun durch seine Umlaufbahn auch dabei geholfen hat die Masse des Objektes zu bestimmen. Und mit Hilfe des Hubble Weltraumteleskops und des Keck Observatoriums gelang es Brown aus den Aufzeichnungen eine um 27 % größere Masse als bei Pluto zu errechnen.

Und dies ist insofern eine Überraschung, da Eris hiermit so massiv ist, als das alle Asteroiden des Asteroiden Gürtel bequem in seinen Inneren Platz hätten.

Eris, der dreimal weiter von der Sonne entfernt ist als Pluto, ist so kalt, das er fast permanent gefroren ist und während seines 290-jährigen Umlaufs um die Sonne nur teilweise auftaut.

Quelle: NASA

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