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Furchteinflößender Ausbruch

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Astronomen haben mit NASAs Chandra Röntgenteleskop Hinweise auf einen "furchteinflößenden Ausbruch" in einem massiven Galaxiencluster gefunden. Ein heller Lichtbogen aus sehr heißem Gas, der sich über mehr als zwei Millionen Lichtjahre ausbreitet, erfordert eines der energiereichsten Ereignisse, das jemals beobachtet wurde.

"Dieser Fund im Cluster deutet, in Kombination mit seiner hohen Temperatur (170 Millionen °C), auf ein außergewöhnlich dramatisches Ereignis in der näheren Umgebung hin," sagt Ralph Kraft vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Leiter eines Teams, dass an der Forschung beteiligt war. "Obwohl wir nicht sicher sind was es ausgelöst hat, haben wir es auf einige aufregende Möglichkeiten eingegrenzt."

Die bevorzugteste Erklärung ist, dass zwei massive Galaxiencluster mit einer Geschwindigkeit von etwa 6,5 Millionen km/h aufeinander treffen. Wenn das heiße Gas in den beiden Clustern aufeinandertrifft, rufen Schockwellen einen starken Abfall im Druck entlang der Grenze der Kollision hervor, was den beobachteten Lichtbogen aufsteigen lässt, der einer gigantischen Wetterfront ähnelt. 

"Obwohl des eine extreme Kollision wäre, die stärkste jemals beobachtete, denken wir, dass dies passiert," sagt das Teammitglied Martin Hardcastle von der University of Hertfordshire in England.

Ein Problem mit der Kollisionstheorie ist, dass nur ein einzelner Peak in der Röntgenemission beobachtet wird, es aber zwei sein müssten. Längere Beobachtungen mit Chandra und dem XXM-Newton Röntgenobservatorium sollten helfen zu bestimmen, wie ernst dieses Problem für die Kollisionshypothese ist.

Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass die Störung durch einen Ausbruch, verursacht durch Materie die in ein supermassives Schwarzes Loch fällt, ausgelöst wird. In diesem Szenario würde das Schwarze Loch den größten Teil der Materie aufnehmen, aber ein wenig in mehreren Hochgeschwindigkeitsjets wieder ausstoßen, was das umgebene Gas verdrängen und aufheizen würde.

Es ist bekannt, dass solche Ereignisse in Clustern auftreten. Eine Galaxie mit dem Namen 3C438, die sich nahe dem Zentrum des Clusters befindet, ist eine Quelle von Explosionsaktivität -- wahrscheinlich ausgelöst durch ein supermassives Schwarzes Loch. Aber die Energie in diesen Ausbrüchen ist bei Weitem nicht groß genug, um die Chandra Daten zu erklären. 

"Wenn dieses Ereignis der Ausbruch eines supermassiven Schwarzen Lochs ist, dann ist es bei weitem der stärkste jemals beobachtete," sagt das Teammitglied Bill Forman, ebenfalls vom Center for Astrophysics.

Die phänomenale Energiemenge deutet auf eine sehr große Menge Materie hin, die vom Schwarzen Loch geschluckt wurde - etwa 30 Milliarden Mal die Masse der Sonne über einen Zeitraum von 200 Millionen Jahren. Die Autoren nehmen an, dass diese Wachstumsrate für ein Schwarzes Loch unmöglich ist.

"Diese Zahlen wurden niemals vorher beobachtet und, ganz ehrlich, sie sind schwer zu glauben," bemerkt Kraft. Bis dieser Umstand geklärt ist, bleibt dieser furchteinflößende Ausbruch ein Rätsel.

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