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"Schwarze Löcher" auf dem Mars

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Der Mars Reconnaissance Orbiter machte mit seinem HiRISE ein Bild von einem möglichen Höhleneingangssystem im Nordosten des Arsia Mons auf dem Mars.

Insgesamt wurde durch das THEMIS (Thermal Emission Imaging System) an Bord der Mars Odyssey Sonde 7 solcher potenziellen Höhlen entdeckt und im März auf der 38. Lunar and Planetary Science Konferenz einem Fachpublikum vorgestellt und da die NASA (sowohl auf der Missionsseite von der Mars Odyssey Sonde als auch vom Mars Reconnaissance Orbiter) sich hierüber ausschweigt und auch die University of Arizona, die das High Resolution Imaging Science Experiment (HiRise) von MRO betreut, dieser Entdeckung keinen besonderen Stellenwert einräumt, wäre dies News fast an uns vorbeigegangen.

Die Höhlen haben einen geschätzten Durchmesser von 100 – 252 m und geben der Suche nach Leben auf dem Roten Planeten neue Hoffnung. Da der Mars, anders als die Erde, nicht über ein globales Magnetfeld verfügt unterliegt die Oberfläche des Planeten ständig einem Bombardement kosmischer Strahlung, die zellschädigend ist. Doch unter der Oberfläche oder in einem Höhlensystem sieht die Sache schon deutlich besser aus, da hier ein natürlicher Schutz existiert.

Die Forscher gaben diesen Höhlen, die sie als „seven sisters“ bezeichnen, die Namen Dena, Chloë, Wendy, Annie, Abbey, Nikki und Jeanne.

Eine Analyse der Aufnahmen zeigt, dass es sich hierbei nicht um Einschlagskrater oder dunkle Flecken von Oberflächenmaterial handeln kann und es sich hier sehr wahrscheinlich um Eingänge zu Höhlen handelt.

Alle Höhlen liegen an den Flanken des Vulkans Arsia Mons und wurden von dem neusten Ankömmling von einer ganzen Flotte von Mars Sonden, eben jenem Mars Reconnaissance Orbiter, nochmals detailliert abgelichtet, denn das THEMIS Instrument von Mars Odyssey hat nur eine Auflösung von 18 Metern pro Pixel wohingegen das 40 Millionen teure HiRISE des MRO eine Auflösung von 0,3 m besitzt.

Um aber letztendlich Gewissheit über die „Schwarzen Löcher“ auf der Marsoberfläche zu bekommen sind weitere Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten nötig, um bei einer günstigen Sonneneinstrahlung, der Sache auf den Grund zu gehen.

Quelle: The Planetary Society

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