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Apollo Programm: Von der Geschichte für die Zukunft lernen

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Die NASA kehrt zurück zum Mond und dafür soll das Orion Raumschiff, der Nachfolger des Space Shuttles, eingesetzt werden. Doch Nachfolger ist nicht ganz richtig, denn das Orion Raumschiff ist eine Kapsellösung bestehend aus einer Creweinheit, einer Serviceeinheit mit Triebwerk und für Flüge zum Mond auch mit einer Landeeinheit. Das kommt ihnen bekannt vor? Nun während des Apollo Programms wurde auf dieselbe Lösung zurückgegriffen, weshalb auch ein Expertenteam eine Apollo-Crew-Kapsel untersucht hat, um bei der Entwicklung des Orion-Raumschiffs aus der Vergangenheit zu lernen.

Das Orion-Raumschiff wird im Rahmen des Constellation Programms entwickelt und soll eines Tages bis zu 6 Astronauten Platz bieten (bei Mondflügen sollen immerhin noch 4 Astronauten genügend Platz haben)  und obendrein wesentlich sicherer sein als seinerzeit die Apollo Kapseln. Entwickelt wird das Orion Raumschiff von Lockheed Martin und gestartet werden soll es mit einer ebenfalls neu zu entwickelnden Trägerrakete Namens Ares.

„Wir schauen auf diese Erfindung um das Design für das Orion Vehikel zu verbessern, dem bemannten Next Generation Raumschiff“ sagt Damon Delap von NASA's Glenn Research Center in Cleveland. „Wir lernen aus der Vergangenheit und können sehen, dass die vorherigen Ingenieure es sehr gut gemacht haben, so dass wir nachschauen was sie gemacht haben.“

Dabei war das Expertenteam vor allem an einer intakten Apollo-Ära umbilical connection interessiert, welches für die Verbindungen von der Kommunikation, der Elektrik und dem Lebenserhaltungssystem benutzt wurde. Doch dies ist leichter gesagt als getan, denn vor dem Wiedereintritt kappte ein guillotineartiger Mechanismus alle Rohre und Drähte zwischen dem Kommandomodul und der Serviceeinheit.

„Das Servicemodul beinhaltete die gesamte Kommunikation und Lebenserhaltungs- Ausrüstung die die Crew benötigte und bevor sie durch die Atmosphäre zurück kamen wurde das umbilical cord losgelöst“ sagt Dan Catalano ebenfalls vom Glenn Research Center.

Doch glücklicherweise hatte die NASA auch noch eine Apollo Kapsel die nie ins All geflogen ist und während des Apollo-Soyuz Programms als Reserve diente, auch wenn diese heute nicht mehr der amerikanischen Raumfahrtbehörde sondern seit 1977 dem Smithsonian Institution in Washington gehört, und genau das machte sie nun so wichtig, denn hier waren alle Verbindungen noch intakt. Und hierbei handelt es sich um eine echte Rarität, denn es ist in den gesamten USA die einzige und andernfalls hätte man nur auf ein paar Zeichnungen aus dem National Archive in Fort Worth, Texas zurückgreifen können.

Zwar wird man beim Orion Raumschiff nicht auf die Technologie aus der Vergangenheit zurückgreifen, sondern es wird alles auf moderne Technologien beruhen, doch konnten so wertvolle Informationen gewonnen werden.

„Es war sehr wichtig zu sehen wie sie Apollo aufbauten … nun es hat viele Male funktioniert und statt das Rad neu zu erfinden … ist es gut mit etwas anzufangen von dem wir wissen das es funktioniert“ sagt Chris Lamoreaux von Lockheed Martin. „Es war eine sehr wertvolle Erfahrung hierunter zu kommen. Ich kann diese Ergebnisse benutzen um das Design zu verbessern.

Quelle: NASA

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