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Röntgenstrahlsatellit zeichnet Magnetar während eines stellaren Schluckaufs auf

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Astronomen werteten Daten von verschiedenen Röntgenstrahlsatelliten aus und ertappten dabei einen bekannten Magnetar, eine besondere Art von Neutronensternen mit unglaublich starken Magnetfeldern, während eines seismischen Ereignisses.

Bei Magnetaren handelt es sich um besondere Neutronensterne, deren Entstehung heute noch immer nicht restlos geklärt ist, theoretisch vorausgesagt wurde diese Art von Sternen durch die Astrophysiker Robert Duncan und Christopher Thompson im Jahr 1992 und inzwischen auch mehrfach durch Beobachtungen nachgewiesen.

Man geht davon aus, das schnell rotierende Sterne mit starken Magnetfeldern zu einem Magnetar werden können, wenn der Stern seinen Kernbrennstoff aufgebraucht hat und in einer Supernova endetet und im Gegensatz zu einem normalen Neutronenstern, wächst die Magnetfeldstärke auf ein unglaublich hohes Niveau an [1].

Magnetare besitzen dabei die Größe eines Berges und beherbergen doch eine vergleichbare Masse wie die Sonne und haben ein billionenfach stärkeres Magnetfeld als die Erde.

Der entdeckte Magnetar, der die Astronomen zunehmend verblüfft, befindet sich 15.000 Lichtjahre entfernt und ist nur von der südlichen Hemisphäre aus sichtbar. Er trägt offiziell die nicht gerade poetischen Bezeichnung CXOU J164710.2-455216 und wird informell auch als Westerlund 1 Magnetar bezeichnet.

„Wir kennen nur etwa ein dutzend Magnetare“ sagt Michael Muno vom California Institute of Technology's Space Radiation Laboratory und der Entdecker des Magnetars im Jahr 2005. „Kurz gesagt, was wir beobachtet haben war ein seismisches Ereignis auf dem Magnetar, welches uns viel über die Spannungen erzählt die diese Objekte erdulden.“

Glücklicherweise ereignete sich dieses Ereignis während gerade das weltraumbasierte europäische Röntgenteleskop XMM-Newton und der amerikanische Swift-Satellit ihn beobachteten.

So wie man es von Magnetaren gewohnt ist, produziert auch dieser einen Röntgenstrahl, wie bei einem Leuchtturm, der sich alle 10 Sekunde Richtung Erde zeigt, wodurch seine Rotationsperiode sehr exakt bestimmt werden kann. Doch das besondere ist, das durch den Ausbruch der Magnetar 100-mal heller schien und drei unterschiedliche Röntgenstrahlen produzierte und obendrein noch die Rotationsrate erhöht wurde.

Doch da die genaue Zusammensetzung von Magnetaren auch heute noch ein Mysterium ist, können die Astronomen nur Raten was hierfür die Ursache war.

Es ist möglich, dass das Innere von Magnetaren flüssig ist und deshalb noch schneller als die Kruste rotiert und durch ein seismisches Event die Flüssigkeit mit der Kruste in Berührung kam, so das die äußere Kruste noch ein wenig schneller rotierte.

Doch erst weitere Beobachtungen werden vielleicht des Rätsels Lösung offenbaren.

Quelle: ESA

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