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Star Trek XI

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image Neue Crew der Enterprise (c) Paramount Pictures

Star Trek ist ein Phänomen der Fernsehgeschichte, das viele Millionen Menschen weltweit in seinen Bann gezogen hat und heute läuft offiziell der elfte Teil in den Kinos an. Ich hatte die Gelegenheit den Film bereits vorab zu sehen und hatte große Erwartungen an J.J. Abrams Version von Star Trek - die mehr als erfüllt wurden.

In unserem Special „Wie Star Trek unser Leben beeinflusst“, schilderte ich ihnen bereits, wie diese fiktionale Serie Tüftler und Bastler auf der ganzen Welt beeinflusst hat und wie viele Erfindungen und Innovationen auf Star Trek zurückgehen.

Aber nicht nur ich habe mich mit dem Phänomen beschäftigt, der renommierte Physiker Lawrence M. Krauss schrieb gar ein brillantes Buch über die Physik von Star Trek, indem er die Serie auf ihren wissenschaftlichen Wahrheitsgehalt untersuchte. Und auch der beliebte deutsche Physiker Harald Lesch untersuchte in Star Trek – Science vs. Fiction, was physikalisch möglich ist.

Nachdem berechtigten Scheitern der letzten Serie und dem enttäuschenden Ergebnis des letzten Kinofilms, das meiner Meinung nach vor allem auf den schlechten Regisseur Stuart Baird (Auf der Jagd, Einsame Entscheidung) und den überflüssigen Plot um B-4 zurückzuführen ist, hat sich nun J.J. Abrams (Mission Impossible III, Lost,…) dem Thema angenommen und einen Fulminaten Neustart gewagt und wurde dabei von keinem geringen als Steven Spielberg unterstützt. [1]

Was Tempo, Action und Effekte angeht, kommt kein anderer Star Trek Kinofilm auch nur entfernt an das elfte Abenteuer heran und J.J. Abrams gelingt dabei das nahezu Unmögliche, indem er jeden der sich auch nur entfernt mit Science Fiction anfreunden kann, ein unvergessliches Erlebnis bietet, egal ob er Star Trek bisher mochte oder nicht. Dabei bedient sich J.J. Abrams auch Stilelementen, die vor allem aus dem gelungenen Remake von Battlestar Galactica entsprungen sind.

Die Optik des Films ist fast ausnahmslos grandios, wenn zum Beispiel die Enterprise die Dunsthülle von Titan durchdringt und im Hintergrund der Planet Saturn zum Vorschein kommt - schlägt das Herz eines jeden Astronomen höher.

Aber auch die sehr talentierten Schauspielern, die es tatsächlich schaffen, die großen Fußstapfen der alten Crew um William Shatner auszufüllen und bei denen man merkt, dass die Chemie beim Dreh stimmte, tragen ihren Teil zur spannenden Atmosphäre bei. Dies gilt auch für die guten Dialogen, wobei insbesondere das humorvolle nicht zu kurz kommt.

Zwar hat auch der elfte Teil ein paar Schwächen, insbesondere bei der Story und den Motiven des Gegenspielers, gut gespielt von Eric Bana (Troja, München,…), aber aufgrund des hohen Tempos fällt das einem zunächst kaum auf, zumal die 127 Minuten wie im Flug vergehen.

Auch die ein oder andere völlig untypische Kulisse, mit gekachelten Fliesen an den Wänden einer Forschungsstation der Föderation oder den wirren Rohrleitungen im Maschinenraum, die eher zu dem Betriebsgelände von BASF passen, als zum Maschinenraum der Enterprise, fällt negativ auf. And last but not least werden insbesondere langjährige Star Trek Fans über den krassen Bruch mit der bisherigen Zeitlinie aller anderen Star Trek Serien und Filme die Nase rümpfen.

Fazit: Super Schauspieler, ein hohes Tempo und unglaubliche Effekte bilden ein tolles Kinoerlebnis. Da der nächste Teil von Paramount und Abrams schon angekündigt wurde, kann ich es kaum erwarten, der jungen Mannschaft bei ihrem nächsten Abenteuer zuzuschauen.

[1] http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,623251,00.html

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