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Titan

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image Atmosphäre von Titan (c) ESA

Der Saturnmond Titan wurde 1655 vom holländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt und ist der größte Mond des Ringplaneten und der zweitgrößte Mond im Sonnensystem, nur der Jupitermond Ganymed ist größer.

Er ist eine kalte Welt, die von einem für optisches Licht undurchdringlichen Schleier umhüllt ist und dessen Oberflächendetails erst durch das europäisch/amerikanische Gemeinschaftsprojekt Cassini – Huygens gelüftet werden konnte. Interessant ist auch, das Titan ähnliche Eigenschaften wie die Urerde aufweist.

Benannt wurde der Mond nach den Titanen, einem Geschlecht von Riesen aus der griechischen Mythologie. Dieser Name und der weiterer sieben Saturnmonde wurde von Wilhelm Herschels Sohn, dem Astronomen John Herschel, in einer 1847 erschienenen Veröffentlichung (Results of Astronomical Observations made at the Cape of Good Hope) vorgeschlagen. Zuvor war er mitunter als der Huygenssche Saturnmond oder Saturn VI bezeichnet worden.

Titan ist über 1,2 Millionen Kilometer vom Planeten Saturn entfernt und benötigt 15,94 Tage für einen Umlauf. Die Temperatur auf dem Mond beträgt -178°C und bei diesen Temperatur- und Druckverhältnissen sublimiert Wassereis nicht, so dass nur sehr geringe Spuren von Wasser in der Atmosphäre vorhanden sind. Neben dem überall vorherrschenden orangefarbenen Dunst, der Titan einhüllt, sind Muster von Wolken zu erkennen. Diese sind möglicherweise aus Methan, Ethan oder anderen einfachen Kohlenwasserstoffverbindungen zusammengesetzt. Die orange Einfärbung wird offensichtlich von den komplexeren Molekülen verursacht, die sich in der oberen Atmosphäre bilden.

Titan ist deshalb so interessant für die Wissenschaftler, da dieser Mond, der einzige in unserem Sonnensystem ist, der über eine dichte Atmosphäre verfügt und es ähnliche Wetterphänomene wie auf der Erde gibt. Sein Atmosphärendruck beträgt dabei 60 % mehr als auf der Erde.

Die erste Sonde, die an Titan vorbeigeflogen ist, war 1980 Voyager I. Die ersten spärlichen Infos über seine Oberfläche lieferte 1994 das Hubble Weltraumteleskop. Auch wenn diese Daten keine Beweise für Methanseen oder Ozeane lieferten, zeigten sie doch, dass es helle und dunkle Fläche auf der Oberfläche gibt. 

Die besten Daten bisher liefert die noch immer in einer Saturnumlaufbahn befindliche Cassini Sonde. So legen Daten der Sonde eine vulkanische Aktivität auf Titan nahe. Die dortigen Vulkane sind jedoch keine Feuervulkane wie auf dem Mars oder der Venus, sondern so genannte Cryovulkane, also Eisvulkane.

Außerdem zeigen Radarbilder eine 1700 Kilometer lange und 170 Kilometer breite Region, die wie eine typische Küstenlinie, mit dunklen und hellen Regionen, aussieht.

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