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Quaoar

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Quaoar, zunächst als 2002 LM60 bezeichnet, ist der Name des ersten planetenähnlichen Trans-Neptun-Objektes, das entdeckt wurde. Seine Entdecker waren die beiden Astronomen Chad Trujillo vom Gemini Observatroium und Mike Brown vom California Institute of Technology.

Der Name Quaoar entstammt dem Schöpfungsmythos der nordamerikanischen Tongva-Indianer, die in der Gegend um Los Angeles leben. Die International Astronomical Union (IAU) hat die Namensgebung mittlerweile offiziell bestätigt.

Quaoars Durchmesser wird auf etwa 1.250 km geschätzt und liegt damit annähernd an dem des Plutobegleiters Charon. Er umkreist die Sonne in einer fast perfekten Kreisbahn und die Exzentrizität beträgt weniger als 0,04 (zum Vergleich Plutos Wert liegt 6-mal höher) in etwa 6 Milliarden Kilometer Entfernung (43 AE) und selbst mit Lichtgeschwindigkeit würde es von der Sonne aus 5 Stunden dauern dort hinzufliegen. Die Umlaufdauer beträgt rund 285 Jahre und der Orbit liegt teilweise indem vom Pluto.

Im Dezember 2004 gelang mit dem japanischen 8-m-Teleskop Subaru der Nachweis von kristallinem Wassereis und auch Ammoniakhydrat in der Oberfläche von Quaoar. Dies ist sehr überraschend, da man bei einer Oberflächentemperatur von 50 Kelvin eigentlich nur amorphes Eis ohne Kristallstruktur vermuten würde. Es sind Temperaturen bis zu 110 Kelvin notwendig um den Prozess zu erklären. Nun wird vermutet, dass sich im Inneren von Quaoar noch genügend Radioaktivitätswärme befindet, um die Temperaturen zu erzeugen. Es entsteht dabei eine Art Kryovulkanismus, wie auch auf einigen Uranusmonden.

 

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