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Mond

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image Erdaufgang aufgenommen von Apollo 11

Der Mond ist der nächste Himmelskörper von der Erde und der einzige Mond unseres Heimatplaneten. Aber er ist nicht der einzige natürliche Begleiter, denn da gibt es noch einen unscheinbaren Asteroiden mit dem Namen 3753 Cruithne.

Die wahrscheinlichste Theorie seiner Entstehung ist, dass die Erde in "jungen" Jahren von einem Planetoiden von der Größe des Mars getroffen wurde, so dass die Erdkruste aufgebrochen ist und große Mengen an Materie in eine Umlaufbahn geschleudert wurde. Durch die Gravitationskräfte der Erde formte sich daraus dann der Mond.

Aber auch die Gravitationskräfte des Mondes haben große Auswirkungen auf die Erde. Der Mond zieht nämlich mit seinen Kräften an der Erde und ist für Ebbe und Flut verantwortlich. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Rotation der Erde gebremst wird. Ohne den Mond hätte die Erde also keinen 24 h Rhythmus sondern würde wesentlich schneller rotieren. Des weiteren stabilisiert der Mond die Erdachse, andernfalls hätte die Erde nämlich keine stabile Rotationsachse und würde, ähnlich wie der Mars, taumeln - was extreme Wetterphänomene zur Folge hätte. Ohne ihn wäre Leben, so wie wir es kennen, nicht möglich.

Der Mond besitzt an seiner Oberfläche eine dünne, pulverartige Staubschicht, die als Regolith bezeichnet wird. Er besitzt außerdem Berge und Täler und eine große Anzahl von Kratern, die durch Kometen und Meteoriteneinschläge verursacht worden sind. Da der Mond keine Atmosphäre besitzt und nicht mehr vulkanisch aktiv ist, können diese Krater nicht durch Erosion eingeebnet werden. Besonders auffällig auf den Bildern vom Mond sind die dunklen Maria (Einzahl: Mare) und die hellen Terrae (Einzahl: Terra).

Bei den Maria handelt es sich um Milliardenjahre alte Einschlagskrater, die mit flüssiger Lava aufgefüllt wurden, wohingegen die Terrae helle Flächen des Hochlandes sind. Besonders die erdabgewandte Seite des Monds wird von ihnen beherrscht.

Eine Besonderheit des Erdmondes ist, dass wir immer nur dieselbe Seite von ihm sehen, da seine Rotationszeit mit seiner Umlaufzeit um die Erde übereinstimmt, man spricht dabei auch von einer gebundenen Rotation. Des weiteren vergrößert sich sein Bahnradius um 3,8 cm pro Jahr.

Bislang wurden mehr als 70 Sonden zum Mond geschickt und 12 Astronauten haben seine Oberfläche betreten. Hinzu kommt das 382 kg Mondgestein zur Erde gebracht wurden. Aufgrund dieses Mondgesteins wissen wir auch, das der Mond etwa 4,5 Milliarden Jahre alt ist.

Sonden

Die ersten Versuche eine Sonde zum Mond zu schicken endeten kläglich. Erst der Start von der sowjetischen Sonde Luna 1 am 2. Januar 1959 gab Hoffnung. Die Sonde sollte eigentlich auf dem Mond aufschlagen, doch verfehlte sie ihn um 5712 km und gelangte so als erster künstlicher Satellit in eine Umlaufbahn um die Sonne. Die amerikanische Sonde Pioneer 4 folgte am 3. März 1959 Luna 1 in die Sonnenumlaufbahn, nachdem sie am Mond vorbei geflogen ist. Erst die sowjetische Sonde Luna 2 hat den Mond getroffen und zerbrach in tausende von Stücken. Zuvor sendete sie noch Daten von ihrem Magnetometer sowie ihren Strahlungs- und Mikrometeoritendetektoren.

Luna 3 startete am 4. Oktober 1959 und funkte als erstes am 10. Oktober 1959 Bilder der erdabgewandten Seite des Monds zur Erde. Dabei wurde ein großer Krater auf Ziolkowski getauft. Des weiteren wurde entdeckt, dass die dunkle Seite des Mondes viel stärker zerklüftet ist und weniger Maria besitzt als die Gegenseite.

Die erste Sonde die eine weiche Landung auf dem Mond durchgeführt hat war Luna 9, sie lieferte auch die ersten Bilder direkt von der Mondoberfläche. Der größte unbemannte Erfolg gelang den Sowjets mit Luna 16, die am 12. September 1970 Mondgestein zur Erde brachte.

Neueste Studien

Nach neusten Forschungsergebnissen scheinen sich frühere Vermutungen nicht zu bestätigen, wonach größere Mengen an gefrorenem Wasser in den tiefen Mondkratern existieren. Daten der beiden Mondsonden Clementine und Lunar Prospector deuteten noch darauf hin, doch Untersuchungen mit dem größten Radioteleskop in Arecibo zeigen, das es nur dünne Eisschichten zu geben scheint. Aber wenigstens konnten Wassermoleküle und Hydroxyl, welches aus einem Sauerstoff- und einem Wasserstoffatom besteht, in den polaren Regionen des Mondes an der Oberfläche nachgewiesen werden. [1]

Die letzte Sonde, die den Mond ausführlich erforscht hat, war die europäische Sonde Smart-1. Sie war mit einem experimentellen Ionenantrieb ausgestattet und untersuchte vom 26.  Januar 2005 bis zum 3. September 2006 die Oberfläche des Erdtrabanten.

In letzter Zeit ist das Interesse am Mond wieder spürbar gestiegen weshalb sowohl die chinesische Sonde Chang`e-1, welche am 1. März gezielt nach Abschluss der Mission auf den Mond aufschlug, und die japanische Sonde Kaguya (SELENE - Selenological and Engineering Explorer), welche am 10. Juni 2009 es der chinesischen Sonde gleich tat, auf Monderkundung waren. Auch Indien beteiligte sich hieran mit der Chandrayaan-1 Sonde, doch brach Ende August, nach 312 Tagen im All, überraschend der Kontakt zur Sonde ab und konnte nicht wieder hergestellt werden.

[1] http://science.nasa.gov/headlines/y2009/24sep_moonwater.htm

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